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[Rezension] Gläsernes Schwert - Die Farben des Blutes Band 2

Mittwoch, 17. August 2016
Titel: Gläsernes Schwert - Die Farben des Blutes Band 2
AutorinVictoria Aveyard
Aus dem Amerikanischen von: Birgit Schmitz
Verlag: Carlsen - Juli 2016
ISBN: 978-3-551-58327-7 - Gebunden mit SU - 21,99 €
ISBN 978-3-646-92725-2 - ebook - 14,99 €
Seiten: 576
Genre: Dystopie
Empfohlene Altersangabe des Verlages: ab 14 Jahren

*** Die spannende Fortsetzung des New-York-Times- und Spiegel-Bestsellers DIE ROTE KÖNIGIN ***
In letzter Sekunde wurden Mare und Prinz Cal von der Scharlachroten Garde aus der Todesarena gerettet. Die Rebellen hoffen, mit Hilfe der beiden den Kampf gegen die Silber-Herrschaft zu gewinnen. Doch Mare hat eigene Pläne. Gemeinsam mit Cal will sie diejenigen aufspüren, die sind wie sie: Rote mit besonderen Silber-Fähigkeiten. Denn auch der neue König der Silbernen, ihr einstiger Verlobter, hat es auf diese Menschen abgesehen. Aber schnell wird klar, dass er eigentlich nur eins will – und zwar um jeden Preis: Mare. ---
Teil 2 der Serie "Die Farben des Blutes" - glasklar, facettenreich, aufregend und schnell




Victoria Aveyard studierte Drehbuchschreiben an der University of Southern California. Inzwischen arbeitet sie als freie Autorin und lebt abwechselnd in ihrem Heimatort in Massachusetts und in Los Angeles. Sie hat ein Faible für Geschichte, für Explosionen und für taffe Heldinnen – und schreibt am liebsten Bücher, in denen sie alles drei kombinieren kann. Außerdem liebt sie Roadtrips, Filmegucken in Endlosschleife und das große Rätselraten, wie es bei „A Game of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer“ weitergeht.

Ihr Debüt „Die rote Königin“, Band 1 der Serie „Die Farben des Blutes“, ist ein New-York-Times- und Spiegel-Bestseller.
Nachdem mich der erste Teil der Reihe regelrecht umgehauen hatte, musste ich natürlich wissen wie es mit Mare und der Scharlachroten Garde weitergeht.

Gläsernes Schwert setzt genau dort an, wo Band 1 endete. Mare und Cal wurden aus der Todesarena gerettet und sind nun die meistgesuchten Verbrecher Nortas. Cal, der rechtmäßige Thronerbe und Königsmörder und Mare, die Blitzwerferin. Eine Rote, die übernatürliche Fähigkeiten besitzt, die eigentlich den Silbernen vorbehalten sind.
Neublüter, so nennt man diese neue Vermischung des Blutes. Wie sie zustande kam, ist bisher nur vage bekannt. Eines ist jedoch sicher: Es gibt noch viel mehr der Roten mit den verbotenen Fähigkeiten, die sie nahezu unbezwingbar machen. Deshalb sind sie gefährlich und begehrt. Mare entschließt sich, sie alle aufzuspüren und für die Scharlachrote Garde zu rekrutieren  bevor der unrechtmäßige König Maven es tut. Denn auch er ist den Neublütern auf den Fersen. Er will sie alle ausnahmslos töten. Aber noch viel mehr will er nur eines: Mare.

Wenn es mir gelänge, sie alle zu rekrutieren, zu trainieren und zu zeigen, dass wir keine Silbernen sind, dass man uns nicht fürchten, sondern sich uns anschließen muss, dann hätten wir vielleicht eine Chance, die Welt zu verändern.

Die Geschichte geht zwar gleich actionlastig und rasant los, jedoch konnte mich das erste Drittel des Buches nicht so mitreißen wie ich es erhofft hatte. Mare entwickelt sich zu einer regelrecht gefühlskalten Person, die niemandem mehr traut und der die Sache langsam über den Kopf zu wachsen scheint.  Meine Sympathie für sie nahm doch ein Stück weit ab.
 Auch passiert nicht besonders viel beziehungweise leidet die Spannung darunter, wie glatt alles für Mare, Cal, Kilorn und Shade abläuft. Aus jeder noch so brenzligen Situation kommen sie ohne größere Blessuren wieder heraus. Unterwegs sind die Freunde mit einem gestohlenen Kampfjet der Silbernen. Sie fliegen damit kreuz und quer über Norta und landen auf angelegten, aber wohl unbewachten Landebahnen, ohne auch nur einmal entdeckt zu werden. Dies war für mich ein ziemlich  unrealistischer Störfaktor.

Als ich schon dachte, die Luft sei wohl aus der Geschichte raus, konnte die Autorin das Blatt Gottseidank noch wenden. 
Mit den ersten rekrutierten Neublütern und deren fantastischen Fähigkeiten kommt wieder frischer Wind und Spannung ins Spiel. Endlich merkt man auch wieder etwas von dem Zusammenhalt der Scharlachroten Garde und ebenso konnte ich Mares Gefühle und ihr Handeln wieder besser verstehen. 
Endlich hatte mich das Buch dann wieder so gepackt, wie ich es mir erhofft hatte und das erste weniger begeisternde Drittel war schnell verziehen. 
Unerwartete Wendungen und ein wahnsinniger Schluss machen mich nun noch neugieriger auf das große Finale! 

Der Schreibstil Aveyards ist wie gewohnt toll zu lesen und teilweise nervenzerreißend fesselnd. Was mir besonders gut gefällt, dass sie wunderbar zwischen den Zeilen schreiben kann und es versteht, dies im Ausdruck der Charaktere wiederzuspiegeln. 
Die Welt, die sie hier geschaffen hat bleibt faszinierend und bis ins kleinste Detail toll durchdacht. 
Auch hier gibt es wieder ein kleines Liebesdreieck, welches aber kaum Raum einnimmt und mehr angedeutet wird. Die Welt und die Action stehen hier eindeutig im Vordergrund.
Der zweite Teil der Farben des Blutes ist zwar minimal schwächer als Band 1, was sich vor allem im ersten Drittel des Buches bemerkbar macht, dennoch eine absolut würdige Fortsetzung. Die  Autorin versteht es, ihre Leser gefangen zu nehmen in einem Weltentwurf, der nichts von seiner Faszination verloren hat.
Actionreich, episch und voller Hoffnung auf eine bessere Welt.
Vertraue nienmandem. Jeder kann jeden verraten. Jederzeit. Doch wir erheben uns! Rot wie die Morgendämmerung.
Zwar nicht wie erwartet ein absolutes Highlight, dennoch starke 4 von 5 Sterne.



















2 Kommentare:

  1. bambi-nini hat gesagt…:

    Hallo Dani,
    ich würde dir in vielen Punkten zustimmen. Mit Mare hatte ich, vor allem zu beginn des Buches, auch meine Schwierigkeiten. Neugierig auf das Finale bin ich nun allerdings auch und hoffe auf wieder mehr Spannung und höheres Tempo.
    LG anja

  1. Selection Books hat gesagt…:

    Hallo Liebes,

    mir ging es mit Mare auch so. Sie hat in diesem Band einige Sympathiepunkte verloren und daher gab es von mir auch 4 Sterne anstatt 5. Das Ende hatte mir wirklich gut gefallen. Eine Freundin sagte es sollen wohl insgesamt vier Teile werden. Aber das habe ich noch nicht überprüft :)

    Liebe Grüße
    Nadine

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