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[Rezension] All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven

Donnerstag, 10. März 2016




Titel: All die verdammt perfekten Tage
Autorin: Jennifer Niven
Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst
Verlag: Limes - Dezember 2015
ISBN:978-3-8090-2657-0 - TB - 14,99 €
ISBN: 978-3-641-15848-4 - ebook - 11,99 €
Seiten: 400
Genre: Liebesroman / Jugend



Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…




Jennifer Niven wuchs in Indiana auf, dort, wo auch All die verdammt perfekten Tage spielt. Mit der herzzerreißenden Liebesgeschichte von Violet und Finch hat sie Verlage in aller Welt begeistert – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In den USA stieg All die verdammt perfekten Tage sofort auf Platz 13 der New-York-Times-Bestsellerliste ein, eine Hollywoodverfilmung ist ebenfalls in Planung. Heute lebt die Autorin mit ihrem Verlobten und ihren »literarischen« Katzen in Los Angeles, wo sie 2000 das Schreiben zu ihrem Hauptberuf machte.


Trotz der vielen Lobeshymnen, die dieses Buch erhalten hatte, konnte mich die Geschichte absolut nicht erreichen.

Das mag am Schreibstil liegen, der mir einerseits zu jugendlich gehalten war, um Emotionen auslösen zu können, andererseits war mir das Zitieren aus bekannten Werken wie z.Bsp Emily Brontés Sturmhöhe zu viel des Guten. Insgesamt wird aus knapp 20 verschiedenen Werken zitiert.

Schon den Beginn empfand ich als ziemlich surreal und unglaubhaft. Treffen sich zufälligerweise 2 Jugendliche auf dem Glockenturm der Schule am gleichen Tag, zur gleichen Zeit, mit dem Ziel sich das Leben zu nehmen? Und während einer davon - der junge Finch, die andere Person - Violet dazu bringen will, wieder über die Brüstung zu klettern denkt er nebenher an so banale Dinge wie "Ich muss pissen - bevor man sich das Leben nimmt, sollte man die Toilette aufsuchen..." . Naja, kann ja noch was werden, dachte ich und las weiter. Ich fand weiterhin keinen Zugang zu den beiden, Finch war einfach total freaky. Ich hätte ihn gerne verstanden, doch leider wird um seien Geschichte ein großes Geheimnis gemacht. Warum hat er das Leben so satt?

Violet hingegen kommt mit dem Tod ihrer Schwester und gleichzeitig besten Freundin nicht klar und will ohne sie nicht mehr alleine weitermachen. Obwohl ich ihre Gründe noch ein Stück weit nachvollziehen konnte, wurde ich auch mit ihr nicht warm. Ich empfand sie irgendwie kalt und hochnäsig. 

Wie bereits erwähnt, es mag vielleicht am Schreibstil liegen, dass ich so gar keinen Zugang fand. Normalerweise entscheiden für mich die ersten Seiten, ob mich ein Buch packen kann oder nicht. Irgendwie hat sich hier das "Ich möchte weiterlesen" - Gefühl die ganze Zeit über nicht einstellen wollen. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Finch oder Violet, wobei ich die einzelnen Kapitel teilweise zu lang und deshalb zäh fand. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich irgendwann nur noch quergelesen habe, immer auf der Suche nach der großen Wende, die für mich leider nicht kam.

Bei einem Schulprojekt, indem es darum geht, interessante Orte aufzusuchen und Fotos oder Videos davon zu machen, überrumpelt Finch Violet und wählt sie zu seiner Partnerin.

Sehr schnell wird klar, wohin uns die Geschichte führen wird. Die beiden kommen sich bald näher und die Ausflugsziele werden zu Knutsch-Stelldicheins. Doch Finch hat das Leben immer noch satt...

Ich denke, All die perfekten Tage ist wieder so ein Buch, dass man entweder liebt oder nicht. Dazwischen gibt es nichts. Leider gehöre ich zu letzterer Kategorie.


Mit "All die perfekten Tage" konnte mich die Autorin trotz der traurigen Thematik leider nicht überzeugen. Blasse , unsympathische Charaktere, eine doch unglaubhafte Geschichte und ein Schreibstil, der mein Herz nicht berühren konnte. Ein Buch, dass man entweder liebt oder nicht. Ein Dazwischen gibt es nicht. Leider gehöre ich zur letzeren Kategorie.
2 von 5 Sterne



7 Kommentare:

  1. Wie schade- aber dann lieber nicht.


    ♥liche Grüße

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    Liebes Lenchen,
    es gibt so viele Meinungen, die das Buch lieben und zum absoluten Highlight gemacht haben. Lies doch einfach mal die LP durch, vielleicht ist es ja was für dich :P

    Liebe Grüße, Dani

  1. bambi-nini hat gesagt…:

    Hallo Dani,

    ui, schade, dass es dich nicht packen konnte. Die Geschichte klingt so unglaublich emotional und berührend und es gibt ja auch wirklich viele positive Meinungen. Auf meiner Merkliste steht es, mal schauen ob ich irgendwie dazu komme, es zu lesen ;)
    Lieben Gruß
    Anja

  1. Hi Dani ;)

    Also mir hat das Buch gefallen, ich würde es zwar nicht in den Himmel loben, aber dennoch hat es mich gut unterhalten und mich hat es erstaunlicherweise berührt. (Das schaffen nicht viele Bücher!) Ich mag auch einfach Charaktere, die anders sind und das war Finch auf jeden Fall!

    Und warum sollten sich nicht zufällig zwei Jugendliche treffen, die sich das Leben nehmen wollen? Bei Nick Hornbys "A Long way down" treffen sich gleich 5 Personen auf dem Dach eines Hochhauses! ;)

    Liebe Grüße
    Jessi

  1. Romantic Bookfan hat gesagt…:

    HI Dani,

    ich muss gestehen, dass ich solche Bücher generell nicht so mag, wo jemand selbstmordgefährdet ist. Ich fand deine Rezension aber sehr unterhaltsam und ein klitzkleines bisschen zynisch ;-)

    LG Desiree

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    Hey Jessi,
    A long way down kenne ich noch gar nicht. Ich fand es eben einfach unglaubwürdig, aber Geschmäcker sind eben verschieden :P

    Liebe Grüße, Dani

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    Huhu Desiree,
    Oh, ja ich und mein Zynismus ;) Das hab ich von meinem Papa vererbt bekommen... Ich hoffe, es liest sich nicht zu schlimm?

    Liebe Grüße, Dani

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