. . . . . . . Neuzugänge. . . . . . . .

[Abbruch-Rezension] Die Traumweberin von Ben Bennett

Freitag, 18. März 2016

Titel: Die Traumweberin
Autor: Ben Bennett
Verlag: mtb - Januar 2016
ISBN: 978-3-95649-262-4 - TB - 9,99 €
ISBN: 978-3-95649-510-6 - ebook - 9,99 €
Seiten: 304

Genre: Love & Romance
In einer stürmischen Winternacht wird vor der Küste Cornwalls ein bewusstloser Surfer angespült. Es findet sich nicht der leiseste Hinweis auf seine Herkunft – außer einem geheimnisvollen Amulett mit dem Foto einer jungen Frau. Da er nicht aus dem Koma erwacht, wird er in das alte Hospiz am Meer verlegt, in dem die 25-jährige Ruby Light als Krankenschwester arbeitet. Ruby spürt augenblicklich eine tiefe, unerklärliche Verbindung zu dem unbekannten Patienten. Verzweifelt bittet sie ihre Großmutter Tilda, die in St Ives nur als die Traumweberin bekannt ist, sie in seine Träume zu führen – denn nur so kann sie sein Leben retten …


Ben Bennett, geboren 1970, lebt in Barcelona, wo er märchenhaft-spirituelle Bestseller für Leserinnen jeden Alters schreibt – über die große Liebe, echte Freundschaft und die wahren Werte im Leben. Er hat einen kleinen Sohn und zwei Hunde. Mehr über den Autor unter www.benbennett.de.
Der Klappentext versprach eine wunderschöne Story, doch der Schreibstil des Autors machte mir hier leider einen Strich durch die Rechnung.

Das Buch ist gespickt mit wundervollen Zitaten und Lebensweisheiten, doch bereits nach den ersten 30 Seiten fiel mir auf, dass der Autor das Adverb "nun" mehr als nur liebend gerne verwendet. Ob als Satzanfang, als Einleitung eines Zwischensatzes , in Verbindung mit Doppelpunkten oder sogar teilweise mehrmals in einem Satz. Dieses Wort begleitet uns auf jeder einzelnen Seite.
Irgendwann merkte ich, dass ich während des Lesens bei jedem weiteren "nun" anfing, mit den Augen zu rollen.  Desweiteren beginnen sehr viele Sätze mit "und". Bis heute lernt man noch in der Schule, "und" als Satzanfang zeuge von schlechtem Stil und sollte möglichst vermieden werden.  Darüber kann man sich natürlich streiten, denn dies ist ja keine Frage der Rechtschreibung sondern einfach ein ungeschriebenes Gesetz des guten Stils.
Solange alles in Maßen und wohldosiert bleibt, habe ich damit auch kein Problem.
Ich persönlich bin auch kein Freund von ständigen Wortwiederholungen und Doppelpunkten, was hier leider zusätzlich auch noch der Fall war. Wenn der Autor z.Bsp. das Örtchen St. Ives beschreibt, wird der Name über mehrere Sätze ständig wiederholt und stört den Lesefluss enorm.
Wofür gibt es Synonyme, durch die man zumindest jedes zweite "St. Ives" oder "nun" hätte ersetzen können?
Eigentlich hätte ich das Buch gerne zu Ende gelesen, weil ich mir eine emotionale Geschichte erhofft hatte. Doch als ich mich dabei ertappte jede Seite vorab nach den "nuns" und Doppelpunkten zu scannen wurde ich zunehmend gereizter, was schließlich dazu geführt hat, dass ich das Buch nach knapp 100 Seiten wieder zurück ins Regal gestellt habe.

Schaut euch am besten die Leseprobe an, damit ihr vorab herausfinden könnt, ob euch meine Kritikpunkte ebenfalls negativ auffallen.
Wer sich daran nicht stört, den erwartet sicherlich eine wunderschöne Geschichte mit tollen Zitaten und Lebensweisheiten.
Das Schreiben einer Rezension kann ganz schön zermürbend sein, vor allem, wenn sie negativ ausfällt. Doch hier hat der Stil des Autors mit seinen über die Maße eingesetzten Wortwiederholungen dazu geführt, dass ich das Lesen nicht genießen konnte, sondern im Gegenteil zunehmend gereizter wurde und das Buch schließlich abbrechen musste.
Schade um eine an sich tolle Geschichte mit wunderschönen Zitaten und Lebensweisheiten.
1 von 5 Sterne



6 Kommentare:

  1. Bibilotta hat gesagt…:

    Huhu Dani,

    also das wundert mich ja jetzt schon. Ich habe von Ben Bennett schon ein paar Bücher geschrieben.. da ist mir das entweder nicht aufgefallen oder das war da noch nicht. Seine Geschichten sind nämlich eigentlich wunderschön fürs Herz.
    Nichtsdestotrotz kann ich deine Meinung verstehen ... wenn es dich stört und Agressiv macht beim Lesen, dann hat das keinen Sinn.

    Naja.. ich glaub ich muss mir mal die Leseprobe angucken ... aber wahrscheinlich achte ich jetzt gezielt darauf *lach*

    LG Bibi

  1. bambi-nini hat gesagt…:

    Hallo Dani,

    nun, was soll ich nun nur zu diesem Buch sagen. Nun, nachdem ich um das Problem weiß, würde ich beim Lesen nun auch stark darauf achten. Das würde mich nun auch stören :P :P
    Schade, dass der Schreibstil dich von der Geschichte ablenkt - ich kanns aber gut verstehen. Es gab da mal ein Buch, in dem alles amethystfarben war, das hätte ich auch gern gegen die Wand geworfen ;)
    Lieben Gruß
    Anja

  1. Wirklich schade, wo die Grundstory doch so vielversprechend klingt. :( Zum Glück hat mich noch kein "Buch" so verärgert.

    ♥liche Grüße - Deine Lenchen

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    Erst heute habe ich wieder eine begeisterte Rezi dazu gelesen. Wahrscheinlich fällt es vielen gar nicht auf, aber ich hab da ne kleine Macke. Wie andere mit ihrem Gehör die kleinsten Tonabweichungen bei einem Lied hören ist das bei mir mit dem Lesen :P
    Vielleicht habe ich aber einfach schon zu viele Bücher in meinem Leben gelesen und bin deshalb ein bisschen zu anspruchsvoll.
    Man möge mir verzeihen *zwinker*

    Liebe Grüße, dani

  1. Nicole Wagner hat gesagt…:

    Hallo Dani,

    das ist ja schade, aber wenn man schon nach 30 Seiten nur mehr mit den Augen rollen kann, sollte man es wirklich bleiben lassen. Und ich beginne Sätze auch gern mit "und" :-D Ich finde, es bringt manchmal mehr Leben rein. Aber ich bin auch kein Autor ... ;-)

    Liebe Grüße,
    Nicole

  1. Selection Books hat gesagt…:

    Liebe Dani,

    das ist ja total schade! Die Story hört sich richtig gut an. Aber ich verstehe was du meinst. Das Und am Anfang setzte ich auch gerne mal, aber wie Nicole bin ich auch kein Autor :) Ich mag es manchmal einfach. Beim Lesen von Büchern stören mich Wiederholungen total. Ich hatte ein Buch, da kam in 10 Sätzen 10x das gleiche Wort vor. Da war ich sofort total genervt und hatte keine Lust mehr, weiterzulesen.

    Liebe Grüße
    Nadine

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