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[Rezension] Ruhrkälte von Birgit Salutzki

Freitag, 8. Januar 2016


Titel: Ruhrkälte

Autorin: Birgit Salutzki
Verlag: emons - November 2015
ISBN978-3-95451-742-8 - TB - 9,99 €
Seiten: 240
Genre: Krimi


Kurz vor einem Fußballderby findet der Platzwart der Glückauf-Kampfbahn einen grausam zugerichteten Toten auf der roten Asche. Der Mörder entfernte dem Mann das Herz und ein Tattoo. Wenig später stirbt ein Taucher bei einer Unterwasser-Hochzeit im TauchRevier Gasometer Duisburg. Was haben ein führerloses Boot, ein Foto und ein vermisster Schüler mit den Morden zu tun? Die Ermittlungen bringen Kommissar Marius Pérez, Halbspanier und Metal-Fan, an die Grenze seiner Belastbarkeit.





Birgit Salutzki, geboren in Gelsenkirchen, lebt und arbeitet in Gladbeck. Als freie Autorin verfasst sie Sachbücher sowie belletristische Romane. Mit ihrer Veranstaltungsagentur Musenland inszeniert sie ungewöhnliche Lese-Events. Daneben leitet sie eine Spielsprachschule für Kinder.

 Ruhrkälte ist  ein solider, fesselnder Krimi, der mit einigen unerwarteten Wendungen aufwartet.

Mit Marius Perez hat die Autorin einen etwas anderen Kriminaloberkommissar geschaffen. Statt Dienstwagen fährt er am liebsten mit seiner Harley zum Einsatz, was ihm desöfteren den Groll seines Chefs einbringt.
Seine etwas unkonventionelle Kleidung, ein stängig etwas zu langer Bart und die längeren Haare des Metal Fans akzeptiert dieser jedoch, da er gute Arbeit abliefert.

Doch momentan ist der Wurm drin. Fast die komplette Belegschaft hat sich krank gemeldet und so muss Maruis den aktuellen Mordfall Glückauf-Kampfbahn übernehmen. Ein besonders grausamer Mord an einem Jungen Sänger, den er da aufzuklären hat. Hilfe bekommt er von Melanie, die von der Sekretärin kurzerhand zur Hilfskommissarin befördert wird.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu Lesen, wobei ich zugegeben Anfangs ein paar Probleme mit dem teilweise verwendeten Ruhrpott-Slang hatte, mit dem ein paar alteinsesessene Gelsenkirchener Fußballfans untereinander reden.

Die Charaktere sind sympathisch, vor allem Maruis gefällt mir sehr gut, da er doch lieber nach seinen eigenen Regeln arbeitet. Da musste ich gleich an Jupp Schatz von SK Kölsch oder auch an Mick Brisgau, den letzten Bullen denken, welche ich beide sehr mag.

Je weiter die Story voranschreitet, desto undurchsichtiger wird die Handlung. Das hat mir sehr gut gefallen, einmal nicht gleich zu ahnen, wer der Mörder ist. Trotz dass wir immer wieder kurze Kapitel aus der Sicht des Mörders zu Lesen bekommen, war mir wirklich erst kurz vor Schluss klar, was wirklich geschah. Und das verursachte mir dann doch regelrecht Gänsehaut...  




Ein eher leiser Krimi, der trotzdem absolut spannend ist und mit einigen unerwarteten Wendungen aufwarten kann, die mir am Ende eine Gänsehaut bescherten.
Ein sympathischer Kommissar, ein brutaler Mord und eine undurchsichtige Ermittlung haben mir hier spannende Lesestunden beschert.
Empfehlung für alle Krimi Fans!
4 von 5 Sterne








2 Kommentare:

  1. Nicole Wagner hat gesagt…:

    Hallo Dani,

    der Plot klingt ja mal interessant, aber hier schreckt mich dann schon der Ruhrpottslang ab. Ich glaube, das wäre nichts für mich.

    Liebe Grüße,
    Nicole

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    Huhu Nicole,
    Der Ruhspottslang ist nur im ersten Drittel, danach ist es ok ;) Da hatte ich mich schon fast dran gewöhnt.
    Ich wollte dich damit nicht abschrecken :)

    Liebe Grüße, Dani

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