. . . . . . . Neuzugänge. . . . . . . .

[Rezension] Atlantis - Der Drachenkrieger von Gena Showalter

Sonntag, 3. Januar 2016
Titel: Atlantis - Der Drachenkrieger
Autorin: Gena Showalter
Aus dem amerikanischen von: Freya Gehrke
Verlag: mtb - Dezember 2015
ISBN978-3-95649-265-5 - TB - 9,99 €
ISBN978-3-95649-517-5  - ebook - 9,99 €
Seiten: 320
Genre: Drachenfantasy


Kurzbeschreibung:

Wenn ein Mensch den Drachenherrscher Darius en Kragin erblickt, sind seine Sekunden gezählt. Denn Darius richtet jeden, der das Portal zum versunkenen Atlantis durchschreiten will.
Deshalb müsste er auch die rothaarige Menschenfrau töten, die unvermittelt durch eine geheime Pforte in sein Reich tritt. Da entdeckt er das verloren geglaubte Drachenmedaillon an ihrem zarten Hals. Und weil sie das begehrenswerteste Geschöpf ist, das er seit Jahrhunderten erblickt hat, kann Darius nicht anders, als ihr das Leben zu lassen. Ein schrecklicher Fehler? Denn Grace kann nicht nur für ihm zum Verhängnis werden, sondern ganz Atlantis ...






Die Autorin:

New York Times und USA Today Bestseller-Autorin Gena Showalter gilt als neuer Shooting Star am romantischen Bücherhimmel des Übersinnlichen. Ihre Romane erobern nach Erscheinen die Herzen von Kritikern und Lesern gleichermaßen im Sturm. Die "Die Herren der Unterwelt"-Reihe gilt als ihre bislang stärkste Serie.


Meine Meinung:
Da ich Drachenfantasy liebe, musste ich den Auftakt der neuen Reihe von Gena Showalter natürlich lesen.
Ich weiß nicht, wie die Autorin sonst schreibt, denn dies war mein erstes Buch von ihr, aber was sie hier abliefert konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Schon nach den ersten 30 Seiten dachte ich: Viel Testosterongehabe, dafür relativ wenig Geschehen.
Darius ist ein Wächter, der eines der Tore zur Unterwelt Atlantis vor ungebetenen Gästen (Menschen) bewacht. Seine Aufgabe: Alles töten, was durch dieses Tor gelangt.
Als eines Tages Grace das Tor findet, spielen seine Hormone allerdings total verrückt. Während er weiß, dass er sie eigentlich töten sollte, spricht sein bestes Stück allerdings eine andere Sprache...

Somit wären wir schon bei meiner Hauptkritik: Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft ich das Wort "Schwanz" lesen musste. Kaum wird die Geschichte mal ein wenig spannend, kommt besagter wieder dazwischen, und was sein Besitzer alles mit ihm und der heißen Menschenfrau zu tun gedenkt. Ich war einige Male kurz davor, meinen Reader entnervt in die Ecke zu werfen.
Teilweise derartig plump beschreibt die Autorin die für mich nicht nachvollziebare Anziehungskraft der beiden. Als ob jemand einen Schalter umgelegt hätte, der das Gehirn aus und den Sexmodus anschaltet. Und es bleibt nicht bei den beiden allein. Auch andere Charaktere, die wir im Verlauf des Buches kennenlernen, verfallen in diesen Modus.
Selbst Grace ist in dieser Hinsicht nicht viel besser: Sie wird in den Nebel gezogen, der das Tor von Atlantis umwebt, findet sich in einer eiskalten Höhle wieder, in der sie ein riesiger, muskulöser Krieger mit einem Schwert bedroht, und anstatt Angst empfindet sie unbändiges Verlangen.

So geht das leider durch das ganze Buch. Immer wieder bekommen wir doch eigentlich spannendere Passagen zu lesen und dann geht das Hormonmonster wieder mit den beiden durch. Und das teilweise zu den unpassendsten Gelegenheiten.
Selbst die Sexszenen sind weit entfernt davon, sinnlich oder gar prickelnd zu sein. Auch hier empfand ich die Schreibweise als äußerst plump.

Auch die Charaktere blieben für mich durch die ganze Geschichte hindurch blass. Ich fand keinerlei Zugang - weder zu Darius noch zu Grace. Das mag auch daran liegen, dass man außer den Gelüsten der beiden relativ wenig über ihr wahres Gefühlsleben erfährt. Irgendwann ist einfach klar, sie lieben sich, und erst im letzten Drittel des Buches erfahren wir ein klein wenig über den Drachenkrieger.

Das Setting und die Idee ist eigentlich ziemlich gut, wobei auch hier noch sehr viel Potenzial nach oben offen bleibt. 

Erst das letzte Drittel des Buches konnte mich dann endlich etwas packen (wobei ich auch da über die plumpen aber dafür umso längeren Szenen hinweggelesen habe), und machen ein wenig neugierig auf die Fortsetzung, wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob ich der Reihe eine weitere Chance geben werde.


Fazit:
Atlantis - Der Drachenkrieger ist ein eher mäßiger Auftakt der neuen Drachenserie von Gena Showalter.
Viel Rauch um nichts - viel, viel, viel Testosterongehabe, dafür herzlich wenig Story. Lag es evtl. an der Übersetzung oder an der Schreibweise der Autorin selbst? Ich kann euch nur sagen, diese Geschichte konnte mich leider nicht überzeugen, obwohl ich Drachenstorys absolut liebe!
Diesmal gibt es leider keine Leseepmfehlung.

2 von 5 Sternen






7 Kommentare:

  1. Huhu Süße :*

    Na du machst mir ja echt Mut, mit dem Buch will ich morgen anfangen. Hmmm, ich bin nun echt gespannt. Auch weil es das erste Buch der Autorin ist, allerdings subt hier noch ihre Zomieland Reihe ;)

    Liebe Grüße
    Line

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    Oh Süße, ich wollte die natürlich nicht den Spaß verderben... Vielleicht gefällt es dir ja. Ich bin schon gespannt, was du dazu sagst.

    Liebe Grüße
    Dani

  1. Auf jeden Fall musste ich herzlich lachen bei deiner Rezi: da kommt der Schwanz dazwischen...��������

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    @Verena, beim Schreiben musste ich auch schmunzeln, beim Lesen dagegen nicht :P
    Ich sollte wohl einfach keine Bücher mehr lesen, in denen es so zugeht *lach*

    Liebe Grüße, Dani

  1. bambi-nini hat gesagt…:

    Hallo Dani,

    hach, ich kann dich wirklich gut verstehen.
    Ich kannte ja die Zombieland-Reihe, die aber vom Stil doch deutlich anders war.
    Nun bin ich auch unschlüssig. Einerseits interessiert mich schon, wie es weitergeht, da blieben ja am Ende recht vielversprechende Fragen offen, andererseits ... naja, du weißt schon ;)
    LG anja

  1. Bibi`s Page hat gesagt…:

    Huhu Dani,
    jetzt musst ich bei dir mal reingucken.... deine Rezi ist super geschrieben. Du bringst es ganz unverblümt auf den Punkt, da hab ich ja noch eher rumgedruckst...

    spricht sein bestes Stück allerdings eine andere Sprache... was für ein genialer Satz von dir ...

    Schade, dass es so *hormongesteuert* verlief... war nicht gerade prickelnd...

    LG Bibi

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    Huhu Bibi,
    Die Rezi zu schreiben war nicht ganz einfach. Ich versuche aber immer das zu schreiben, was mir auch beim Lesen durch den Kopf ging:) Hier war es definitiv das Schwanz - Wort, dass mich zur Weißglut trieb :P
    Liebe Grüße, Dani

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