. . . . . . . Neuzugänge. . . . . . . .

[Rezension] Ein anderes Paradies von Chelsey Philpot

Montag, 28. Dezember 2015
Titel: Ein anderes Paradies
Autorin: Chelsey Philpot
Aus dem amerikanischen von: Birgit Schmitz
Verlag: Carlsen - November 2015
ISBN978-3-551-58345-1 - HC mit SU - 19,99 €
ISBN: 978-3-646-92768-9 - ebook - 13,99 €
Seiten: 432
Genre: Love & Romance
Altersangabe des Verlages: ab 14 Jahren

Kurzbeschreibung:

Zusammen gegen den Rest der Welt, so lautet ihr Motto: Seit Charlotte im Internat St. Anne’s die schillernde Julia Buchanan kennengelernt hat, steht sie vollkommen unter ihrem Bann. Bald lernt Charlotte auch Julias Bruder Sebastian und den Rest der Familie kennen und taucht in eine für sie neue Welt ein: mondäne Partys, ein Sommeranwesen am Atlantik, Ruderregatten. Unausweichlich verliebt sie sich nicht nur in Sebastian, sondern in die ganze Familie, und möchte unbedingt dazugehören – doch die glückliche Fassade trügt …


Die Autorin:

Chelsey Philpot ist auf einer Farm in New Hampshire aufgewachsen. Sie ist Pressesprecherin einer Kunststiftung und schreibt unter anderem für die New York Times und den Boston Globe. »Ein anderes Paradies« ist ihr erstes Buch.

Meine Meinung:

Mit "Ein anderes Paradies" ist der Autorin ein schöner Roman über die Selbstfindung eines jungen Mädchens auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden gelungen.

Dum spiro spero. Solange ich atme, hoffe ich

Ein Buch über die Anziehungskraft einer reichen und schillernden Familie. Ein Buch über die menschliche Eigenart, alles dafür zu tun, dazuzugehören. Ein Buch über die Erkenntnis, seinen eigenen Weg zu gehen, einfach nur man selbst zu sein.
Dieser Weg ist nicht immer leicht.
Vor allem nicht für die siebzehnjährige Charlotte, Die Internatsschülerin, die aus eher bescheidenen Verhältnissen kommt, lernt die schillernde Julia aus dem reichen Hause Buchanan kennen. Bald schon sind die beiden unzertrennlich und Charlotte ist so fasziniert von Julia und ihrer Familie, dass sie alles, was ihr bisher wichtig war, vergisst.
Ja, Charlie ist so eine, die ihre bisherigen Freundinnen fallen lässt, die die Ferien lieber bei der Familie ihrer neuen besten Freundin verbringt. Ihrer neuen Familie. Denn sie tut alles dafür, eine Zeit lang eine von ihnen sein zu dürfen: Eine von den großen Buchanans.

Contra Mudum.  Zusammen gegen den Rest der Welt

Der Schreibstil der Autorin liest sich sehr flüssig und angenehm. Obwohl die Geschichte nicht unbedingt spannend ist, möchte man doch immer weiterlesen. Denn die schillernde Familie verbirgt etwas hinter ihrer perfekten Fassade, und wir Leser warten eigentlich ständig auf den großen Knall.
Die Charaktere und das Setting sind wunderschön herausgearbeitet. Vor allem Julias tollpatschiger Bruder Sebastian, in den sich Charlie bald unsterblich verliebt hatte es mir schnell angetan.
Die Geschichte lesen wir aus der Sicht von Charlie, wir begleiten sie auf ihrem Weg vom geblendeten Teenager zu einer willensstarken jungen Frau. 
Auch er Zusammenhalt innerhalb der Familie Buchanan wurde schön beschreiben. Wer würde sich dort nicht wohlfühlen? Doch es ist nicht immer alles Gold was glänzt...
Teilweise musste ich beim Lesen schmunzeln, teilweise gingen mir die vielen französischen Redewendungen auf die Nerven. Für Leser wie mich (und Charlie übrigens auch), die kein französisch sprechen, wären Übersetzungen schon sinnvoll gewesen. Es gab auch ein paar Längen, vor allem immer dann, wenn man eigentlich erwartete, dass endlich was passiert, und das dann doch nicht der Fall war.

Es ist anatomisch nicht möglich, sich selbst den Ellbogen zu lecken...

Bei diesem Satz musste ich laut lachen, da ich es natürlich selbst ausprobieren musste. Es stimmt ;)

Das Geheimnis, welches die Familie verbirgt wird dem aufmerksamen Leser relativ schnell klar, sodass das Ende für mich keine große Überraschung war. Und dennoch war es stimmig. Zwar nicht so, dass ich mit den Tränen kämpfen musste, aber trotzdem schön.

Fazit:

Ein anderes Paradies ist ein schönes Jugendbuch über das Erwachsenwerden, über Freundschaft, Liebe und Lügen, aber auch darüber, wie schwierig es ist, zu lernen, einfach man selbst zu sein, anstatt etwas, das andere in uns sehen wollen. Das Buch vermittelt eine schöne Moral: Das zu lieben und wertzuschätzen, was man hat, und nicht nach Sternen zu greifen, von denen man weiß, dass man sie sowieso niemals erreichen kann.
Leseempfehlung!
4 von 5 Sterne


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