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[Blogtour] Wie ein fernes Lied von Micaela Jary - Hamburg 1939

Samstag, 24. Oktober 2015


Herzlich willkommen zum Start unserer Blogtour

Wie ein fernes Lied von Micaela Jary

Ich werde euch heute kurz das Buch vorstellen und nehme euch danach mit nach Hamburg in die Zeit des 2. Weltkrieges.
Morgen geht es dann bei Nici´s Buchecke mit dem Autoreninterview weiter.
Natürlich könnt ihr auch diesmal wieder etwas gewinnen, dazu später mehr.

Los geht´s!




Titel: Wie ein fernes Lied
Autorin: Micaely Jary
Verlag: Piper - August 2015
ISBN: 978-3-492-30613-3 - TB - 9,99 €
ISBN: 978-3-492-96965-9 - ebook - 8,99 €
Seiten: 544
Genre: Literatur & Unterhaltung / Familiengeheimnis

Klappentext:
Hamburg,1939: Verzweifelt sieht Marga dem Zug hinterher, mit dem ihr Jugendfreund Michael in die Ferne reist. Seit sie denken kann, ist sie in den jüdischen Klarinettisten verliebt, zahllose Stunden verbrachte sie mit ihm in den Tanzlokalen der Hamburger Swingjugend. Obwohl seine Herkunft ihn zur Emigration nach Paris zwingt, ist Marga fest entschlossen, ihn wiederzusehen. Denn ihre Liebe ist wie ein Lied, das niemals verklingt. Doch in dessen süße Melodie mischen sich schon bald die kalten Klänge des Krieges ...


Die Autorin:
Micaela Jary wurde als Tochter des Filmkomponisten Michael Jary in Hamburg geboren. Sie wuchs in der Welt des Kinos und der Musik auf und arbeitete als Zeitungsredakteurin, ehe sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Seit vielen Jahren schreibt sie nun erfolgreich Bücher. Durch ihren Vater lernte sie viele Größen des Swing der 30er- und 40er-Jahre persönlich kennen, die sie zu dem Roman "Wie ein fernes Lied" inspirierten. Sie lebte lange in Paris und wohnt heute mit Mann und Hund in Berlin und München.
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Hamburg 1939


Leicht hatten es die Menschen zu dieser damaligen Zeit nicht. Vor allem nicht die Swingjugend. Denn diese Art von Musik war verpönt und die Jugendlichen wurden wegen ihrer Kleidung verspottet, da die Swingfrauen Hosen und Frack trugen.

Quelle: reflektion.info

Hauptbahnhof im Jahre 1939
Hier verabschiedete sich Marga schweren Herzens von ihrem geliebten Jugendfreund.
Obwohl er mit einer bekannten Swingkapelle eigentlich nur zu einem Gastspiel in der Schweiz reisen soll, ahnte sie bereits, dass Michael wegen seiner jüdischen Herkungt nicht ins Deutsche Reich zurückkehren würde.

Kurz nach Michaels Abreise war der Frieden dahin, denn mit dem Polenfeldzug wurden Reisen oder auch Briefpost unmöglich. All ihre sorgfältig beschriebenen Kuverts kamen mit amtlichem Stempel zurück.

Auf einmal sah man auf den Straßen kaum noch junge Männer, die natürlich der Wehrmacht dienen mussten und so schlossen immer mehr kleinere Handwerksbetriebe. Selbst Margas Frisör hatte Kamm und Schere gegen ein Sturmgewehr getauscht und seine Türe zierte ein Schild: "Für den Sieg zugesperrt".

Einige Musiker hatte das Glück, mit dem Kürzel  "uk" für Unabkömmlich gestellt worden zu sein, denn sie spielten auch zur Unterhaltung der Deutschen Armee u.a. in Schweden oder Frankreich

Ansonsten machte sich der Krieg anfangs noch nicht so stark bemerkbar. Da Marga aus einem wohlhabenden Haus stammte, hatten sie trotz Lebensmittelrationierung genügend zu Essen.

Für Musikliebhaber war es besonders hart, dass es keine Schallplatten aus dem Feindesland England mehr zu kaufen gab. Selbst an in den USA produzierten Schellacks war sehr schwer heranzukommen.

 Quelle: ndr.de
Hier das Cafe Heinze, direkt gegenüber der U-Bahn Station St. Pauli, von dem sich die Swingjugend magisch angezogen fühlte.
Ein Bau in Art-Déco-Stil mit einer Milchglastanzfläche, die leuchtete, wenn die Kapelle spielte. Doch viele Besuche konnte sich die Swingjugend nicht leisten, und bei Konzerten mussten sie über die Hintertür hineinkommen.
Hier fanden auch immer wieder Vorsingen statt.

Quelle: fof-ohlsdorf.de 
Das Curio Haus, in dessen großem Saal die Swingkünstler oft Feste und Konzerte veranstalteten. Hier begannen auch die Razzien, die den Anfang der brutalen Hetze auf die Swingkids bedeuteten.
Kurze zeit später wurde sogar die Gestapostelle "Swing" eingerichtet, die die Jugendlichen mit besonderer Härte verfolgte und in Konzentrationslager verfrachtete.

Quelle: swungover.wordpress

Bis heute ist dieses berühmte Schild umstritten. denn es soll eine Erfindung bzw, ein Marketinggag aus den 70er jahren sein.
Trotzdem war der Swing im Dritten Reich verpönt und später sogar gänzlich verboten.
Die Hamburger Swingjugend war zwar keineswegs eine Widerstandsgruppe, doch grüßten sie sich ungehorsamen "Swing heil"

Quelle: swungover.wordpress 
Typische Swingjugend im Jahre 1939.
Die Frauen trugen statt Rock und Bluse Hosen und Fracks und wurden von der Hitlerjugend mit Sätzen wie etwa "Wahnsinn in Noten, Tanz der Idioten" beschimpft.
Aus dem damaligen Swing wurde später der kleine Foxtrott.

Quelle: ndr.de
 
Der berühmte Alsterpavillion, ein weiterer Treffpunkt der Swingjugend.
Unter den kristallenen Lüstern glitzerten kostbare Gläser und die Kellner balancierten Silbertabletts mit edlen Speisen um riesige Marmorsäulen und Palmen herum.
Die Fenster zum Binnenalster waren allerdings abgedunkelt.
Im großen Saal durfte nicht getanzt werden, denn die Nazis fühlten sich durch die Musiker provoziert und oft wurden Jugendliche von der Hitlerjugend verprügelt.
Im Jahre 1942 wird der Alsterpavillion bei dem Bombenangriff auf Hamburg komplett zerstört, in den 50er Jahren aber wieder aufgebaut


Quelle: bildarchiv-hamburg.de

Wollte man zu Zeiten des Dritten Reiches heiraten, benötigte man einiges an Papieren.
Ein Gesundheitszeugnis, ein polzeiliches Führungszeugnis, einen Nachweis über die arische Abstammung des Brautpaares über drei Generationen hinweg sowie einen Nachweis über die Fähigkeit zur Führung eines Haushaltes.
Heutzutage absolut nicht vorstellbar.

Die Pflicht einer jeden deutschen Frau und Mutter war es, gerade in Kriegszeiten eine große Anzahl Kinder zur Welt zu bringen, um das Weiterbestehen des Deutschen Volkes zu sichern. Deshalb standen auf einen Schwangerschaftsabbruch hohe Gefängnisstrafen.

So gerne ich auch in alten Zeiten schwelge, so froh bin ich, dass ich diese Zeit nicht selbst miterleben musste. Tagelang in einem Schutzbunker ausharren zu müssen, ohne eine Garantie, dort unten überleben zu können oder die Angst über die Konsequenzen eines einzigen unbedarften Wortes...

Trotzdem hoffe ich, Euch hat unser kleiner Ausflug ins Hamburg des Jahres 1939 gefallen!

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Somit kommen wir zum Gewinnspiel:


Platz 1-3
jeweils ein Buch in Print "Wie ein fernes Lied"
Platz 4-5
jeweils ein Lesezeichen vom Buch

Sonderpreis:
1 Eintrittskarte für die Lesung am 28.1.16 in Mosbach + Buch
Die Lesung findet hier statt: http://www.kaefertoerle.de
oder alternativ
1 Eintrittskarte für eine Lesung zu  "Sterne über der Alster"(ET 9.11.2015) + Buch
(Aus "Sterne über der Alster" liest die Autorin in Hamburg, Uetersen, Harburg, Bozen, München, Berlin)

Ist das nicht fantastisch?

Was ihr dafür tun müsst?

Beantwortet einfach die heutige Frage in einem Kommentar und schon seid ihr im Lostopf:
Welche berühmten Musiker fallen euch zum Thema Swing /Jazz ein und gefällt euch diese Art von Musik?

Teilnahmebedingungen:
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.
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Zur besseren Übersicht hier noch einmal der komplette Blogtourfahrplan:

24.10. Hamburg 1939 hier bei mir :)
25.10. Interview mit Micaela Jary Bonnie von Nici´s Buchecke
26.10 Liebe & Musik Manja von Manjas Buchregal Interview
27.10. Marga Annett von Reading Books
28.10.  Michael Sabrina von Binchen´s Bücherblog
29.10.  Weitere Bücher von Micaela Jary Steffi von Zitroschs Leseland
30.10. Gewinnerbekanntgabe


15 Kommentare:

  1. Steffi L. hat gesagt…:

    Guten Morgen Dani,
    das hast du wirklich super recherchiert und die Fotos, genial!

    Liebe Grüße
    Steffi
    von http://zitroschsleseland.blogspot.de

  1. Martina Lahm hat gesagt…:

    Ich mag die Musikrichtung nicht und mir fallen da auch leider keine Musiker ein aus der Musikrichtung.

    LG Martina

    martina189@freenet.de

  1. Manuela Dreessen hat gesagt…:

    Danke für diese tolle Vorstellung zu diesem Buch.

    auch ich kenne leider keine Jazz Musiker, weil es absolut nicht meine Richtung ist :)

    Liebe Grüße Manuela

  1. Steffi L. hat gesagt…:

    Also mir fallen da schon ein paar ein. Robbie Williams hatte ja z.B. eine Zeit, in der er den Swing wieder Salon fähig gemacht hat und mit "swing when you are winning" hat er ja alle auf die Tanzfläche gelockt.
    Oder Frank Sinatra, Louis Armstrong oder Dean Martin waren damals auch tolle Sänger.

  1. Anonym hat gesagt…:

    Hallo,
    Toller Beitrag von dir ! Swing ist nicht gerade meine Musikrichtung, aber ich finde es sehr eindrucksvoll, wenn Künstler wie Frank Sinatra mit einer Bigband auf der Bühne stehen.

    Lg Curin

  1. Daniela Schiebeck hat gesagt…:

    Miles Davis und Louis Armstrong fallen mir dazu ein.
    Ich mag diese Musikrichtung gerne, weil ich allgemein sehr gerne verschiedene Musikgenres höre. Diese Musik ist doch schön.

    daniela.schiebeck@t-online.de

    Liebe Grüße,
    Daniela

  1. Silvia Borowski hat gesagt…:

    Hallo Dani,

    danke dir für deinen tollen Bericht zur Blogtour. Leider, leider bin auch ich kein Freund von Swing und Jazz, aber ich hörte während der Schulausbildung von Louis Armstrong; Glenn Miller; Frank Sinatra, Dean Martin. Jetzt hört man von Roger Cicero und Till Brönner.
    Freue mich auf die weitere Blogtour und wünsche dir, dani, nun einen gemütlichen Abend.
    Silviaboro@me.com

    Liebe Grüße Silvia B. aus B.

  1. Anonym hat gesagt…:

    Hallo,

    mir fällt da Louis Armstrong ein oder auch John Coltrane, Duke Ellington und Benny Goodman. Mein Vater ist ein begeisterter Anhänger der Jazzmusik und so bin ich mit diesen Namen aufgewachsen.
    Der Roman klingt toll; ich lese gerne historische Romane und dein Beitrag ist sehr interessant.

    lg, cyrana

  1. Mimi Sipek hat gesagt…:

    Hallo
    Danke für Deinen schönen Beitrag zu dieser tollen Blog Tour.
    Ich liebe Jazz & Swing ♡
    Da die meisten nur Männer aufgezählt haben, möchte ich ein paar tolle Ladys aus der Swing & Jazz Ära aufzählen;
    Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Martha Tilton, Helen Ward & die Andrews Sisters!
    Mir gefällt auch sehr die Mode die getragen wurde & auch wie getanzt wurde, einfach herrlich.....
    Viele liebe Grüsse Mimi

  1. Bettina Hertz hat gesagt…:

    Hallo,
    ein sehr dunkles Kapitel der Geschichte, was in diesem Buch beleuchtet wird.
    Mit der Musikrichting Swing beschäftigtvsich grad das Akkordeonorchester, bei dem meine Tochter mitspielt. Sie spielen ein Swingmedley, ein Titel ist von Frank Sinatra.

    LG Bettina

    bettinahertz66@googlemail.com

  1. Anonym hat gesagt…:

    Hallo ,

    Danke für den tollen Beitrag :)
    Ich kenne keine Musiker aus diese Musikrichtung.
    Swing und Jazz mag ich überhaupt nicht .

    Liebe Grüße Margareta
    margareta.gebhardt@gmx.de

  1. Sabine Kupfer hat gesagt…:

    Hallo,

    dies ist nicht ganz meine Musikrichtung und deswegen kenne ich auch keine Künstler aus diesem Bereich. Den Beitrag fand ich dennoch sehr spannend.

    LG
    SaBine

  1. lesemaus1981 hat gesagt…:

    Mir fällt da auch nur Billy Holiday ein, seine Lieder höre ich ab und zu ganz gerne.
    Lg lesemaus1981

  1. Tiffi2000 hat gesagt…:

    Hallo,

    ehrlich gesagt fällt mir dazu gar kein Sänger ein, da ich persönlich diese Art von Musik gar nicht höre und mich dementsprechend auch nicht damit auskenne... vielleicht muss ich das mal nachholen ;)

    LG

  1. Verena Julia hat gesagt…:

    Hallo "liebes" Lesemonsterchen,
    ich mag ab und an gerne mal Swing oder Jazz hören, am liebsten dann von einer schmissigen Bigband, die ordentlich "Krach" macht. Das ist tatsächlich aber auch Musik, die man am allerbesten live genießen kann. <3 im Biergarten, an einem lauen Sommertag. Einfach perfekt.
    Wir haben noch eine alte Platte von Billie Holiday. Und ansonsten nur die CD von Robbie Williams, der ja zwar mal Swing gemacht hat, aber per se kein Jazzmusiker ist. Aber wie gesagt: Jazz/Swing lieber live genießen anstatt eine CD anhören. ;)
    Liebe Grüße, Verena.

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