. . . . . . . Neuzugänge. . . . . . . .

[Rezension] Die Welt ist kein Ozean von Alexa Henning von Lange

Montag, 7. September 2015
Titel: Die Welt ist kein Ozean
Autorin: Alexa Henning von Lange
Verlag: cbt - Juli 2015
ISBN: 978-3-570-16296-5 - Klappenbroschur - 14,99 €
ISBN: 978-3-641-14694-8 - ebook - 11,99 €
Seiten: 352
Genre: Jugendroman

Kurzbeschreibung:

Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?



Die Autorin:

Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.

Meine Meinung:

Mit "Die Welt ist kein Ozean" hat die Autorin einen unterhaltsamen Roman für Jugendliche und Erwachsene geschrieben. Nicht mehr und nicht weniger...

Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht, und ich erwartete ein Buch voller Emotionen und Tiefgang. An dieser Stelle wurden meine Erwartungen aber leider nicht erfüllt.

Der 18-jährige Tucker leidet nach einem schockierenden Schicksalsschlag unter totalem Mutismus. das heißt, er spricht nicht mehr. Überhaupt nicht. Er hat eine verbale Blockade. Seit er vor einem Jahr in die psychatrische Klinik kam, hat kein Wort mehr seine Lippen verlassen. Die Ärtze sind bisher nicht weitergekommen, sie haben die Hoffnung auf Heilung schon beinahe aufgegeben.

Ausgerechnet die sechzehnjährige Praktikantin Franzi schafft, woran  Ärzte und  Familie scheitern: Die  Blockade zu durchbrechen.
Franzi, ist  eine sympathische, junge Protagonistin mit einem großen Herzen und einem angeborenen Helfersyndrom.
Die beiden sehen sich, verlieben sich unsterblich ineinander und schwupps, Tucker redet und ist wieder ein mehr oder weniger ganz normaler junger Mann. Hier fehlt mir eindeutig der Tiefgang.
Man erfährt zu wenig über diese Form der psychischen Krankheit und ebenso fehlte mir das langsame Herantasten, als dass mich Tuckers Schicksal wirklich auf emotionaler Ebene erreichen konnte.

Vielmehr empfand ich die Geschichte und den Schreibstil der Autorin zwar als angenehm und auch schön zu Lesen, aber im Großen nund Ganzen doch recht oberflächlich und unglaubwürdig. Zumal Tucker sich am Ende auf einmal frei außerhalb der Psychatrie bewegen kann, und das obwohl er nach einem Vorfall als äußerst instabil gilt. Dies entbehrte sich leider komplett meiner Logik.

Der Schreibstil der Autorin ist  sehr schön und flüssig zu lesen, und schafft auch eine angenehme Atmosphäre, mehr jedoch leider nicht.

Fazit:

Die Welt ist kein Ozean ist an sich ein schön zu lesendes, unterhaltsames Jugendbuch. Jedoch hat es die eigentlich tolle Grundidee  - durch die Oberflächlichkeit der Charaktere und den fehlenden Tiefgang -  nicht geschafft, mich auf emotionaler Ebene zu erreichen.
3 von 5 Sterne

3 Kommentare:

  1. Hi Dani,
    das Buch empfand ich ganz genauso, es war mir zu oberflächlich für dieses sensible Thema! Trotzdem aber ganz gut zu lesen, wenn man wenig Tiefgang erwartet!

    Liebe Grüße
    Jessi

  1. Ich möchte es trotzdem gern lesen, irgendwann zumindest... ;)

  1. Bücherparadies hat gesagt…:

    Huhu Danni,
    ich muss dir da leider zustimmen...

    LG Lisa

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