. . . . . . . Neuzugänge. . . . . . . .

[Rezension] Der Totenzeichner von Veit Etzold

Freitag, 28. August 2015
Titel: Der Totenzeichner
Autor: Veit Etzold
Verlag: Bastei Lübbe - Juli 2015
ISBN: 978-3-404-17229-0 - TB - 9,99, €
ISBN: 978-3-404-17229-0 - ebook - 8,40 €
Seiten: 432
Genre: Thriller
Altersangabe des Verlages: ab 16 Jahren


Kurzbeschreibung:

Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It’s not over, ’til it’s over«.

Ist der Totenzeichner zurückgekehrt?





Der Autor:

Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. 2005 promovierte er zum Kinofilm "Matrix". Während und nach seinem Studium arbeitete er für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Management-Ausbildung. Veit M. Etzold lebt in Berlin.

Meine Meinung:

Nachdem ich bereits letztes Jahr den Todeswächter gelesen hatte, war für mich klar, den neuen Etzold muss ich haben.


Von allem Geschriebenen liebe ich nur das, was einer mit seinem Blute schrieb
Friedrich Nietzsche

Ein brutaler Killer treibt sein Unwesen in Berlin. Seine Opfer: Je stärker, desto besser. Sein Modus Operandi: In die Haut geschnittene Zeichen und ein fehlendes Herz. Seine Vorgehensweise: Äußerst blutig und unvorstellbar brutal. Er ist der Tod, er ist der Death Angel, er ist der Totenzeichner.

Clara Vidalis, Hauptkommissarin beim LKA Berlin und Dr. Martin Friedrich, kurz MacDeath, Chef der operativen Fallanalyse der Mordkommission stehen vor einem Rätsel. 
Einem Rätsel, das bereits vor 10 Jahren in den USA seinen Anfang nahm. Im Blutsommer 2004. Doch die Kollegen konnten diesen Psychopathen nicht schnappen, denn nach seiner blutigen Spur, die er durch die Stadt der Engel zog, löste er sich mit  der Botschaft "It´s not over till it´s over" in Luft auf. Bis heute...

Der Schreibstil des Autors ist fesselnd, und detailgetreu. Vor allem, wenn wir mit dem Mörder einen Tatort betreten, erleben wir dessen Brutalität in allen Einzelheiten. Extrem blutig, schonungslos und hart an der Grenze des Ertragbaren. Teilweise wurde mir regelrecht flau im Magen. Normalerweise bin ich jemand, der beim Lesen - vor allem wenn es spannend wird - gerne isst oder nascht, doch hier musste ich meinen Teller von mir schieben. Für schwache Nerven nicht zu empfehlen.

Auf der anderen Seite überzeugt der Autor mit mächtig Fachwissen, das teilweise interessant ist und zu Diskussionen anregt, in diesem Buch aber auch etwas zäh rüberkommt. Vor allem dann, wenn  sich die Kollegen fast nur im Fachjargon unterhalten. Das empfand ich stellenweise doch als etwas steif.

Mit dem Totenzeichner konnte mich der Autor diesmal leider nicht völlig überzeugen. Mir fehlte etwas zwischen dem Wechsel der brutalen Szenen und dem vielen Fachwissen. Das gewisse Etwas, dass es dem Leser unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen...

Fazit:

Im Großen und Ganzen ist der Totenzeichner ein guter Thriller, der wie die Vorgängerbände durch die brutale Detailgenauigkeit des Autors und dessen Fachwissen besticht. Und doch fehlte mir im 4. Fall für Clara Vidalis das gewisse Etwas, das mich das Buch nicht aus der Hand legen lassen wollte...
Trotzdem eine Leseempfehlung für Thriller Fans mit starken Nerven.

4 von 5 Sterne





Vielen Dank an Blogg dein Buch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

4 Kommentare:

  1. Uwes-Leselounge hat gesagt…:

    Hallo Dani,

    mir hat das Buch sehr gut gefallen, besonders wieder die Detailverliebtheit des Mörders und seine absolute Ruhe während der Tat fand ich gut beschrieben.

    Liebe Grüße,
    Uwe

  1. Testengel hat gesagt…:

    Also ich kam mit dem Buch so gar nicht zurecht. Diese vielen Details, die nicht wirklich zur Handlung paßten, haben mich immer wieder aus der Story herausgerissen und diese dann irgendwie langweilig werden lassen. Schade eigentlich, denn die Idee ist genial!
    Von mir gibt es hier nur eine bedingte Leseempfehlung...

  1. Huhu Dani :-)

    Oh wow, ein Thriller ganz nach meinen Geschmack :-) Dankeschön für die tolle Rezi :-)

  1. Hi :D
    Ich mag Veit Etzold eigentlich und habe auch die restlichen Bücher gelesen, aber irgendwie hört sich der Klappentext hier so 0815 an, dass ich an das Buch bis jetzt noch nicht herankam! Mal schauen, auf jeden gut, dass du ihn trotzdem spannend fandest!

    Liebe Grüße
    Jessi

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