. . . . . . . Neuzugänge. . . . . . . .

[Rezension] Eisblaue Augen von Sandra Bäumler

Sonntag, 31. Mai 2015
Titel: Eisblaue Augen
Autorin: Sandra Bäumler
Verlag: Carlsen impress - September 2014
ISBN: 978-3-646-60078-0 - ebook - 3,99 €
Seiten: 284
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Empfohlene Altersangabe des Verlages: ab 14 Jahren

Kurzbeschreibung:

Als die achtzehnjährige Alex in einer originalen »Jane Eyre«-Ausgabe ihrer Großmutter eine Handvoll geheimnisvoller Tagebuchblätter findet, ahnt sie noch nicht, wie sehr diese ihr weiteres Leben bestimmen werden. Sie erzählen von der jungen Kate, die im 19. Jahrhundert ihre Arbeit als Gouvernante in einem englischen Landhaus am Meer aufnimmt, wo sie sich unsterblich in den undurchsichtigen Hausherrn Valen Morrisey verliebt. Alex' Neugier ist geweckt, als sie herausfindet, dass es dieses Haus noch immer gibt. Sie macht sich auf den Weg nach Cornwall und lernt dort den überaus gutaussehenden Jay mit den eisblauen Augen kennen, der ihr nicht nur bei ihren Nachforschungen hilft, sondern auch selbst nicht ganz das ist, was er vorzugeben scheint… 



 Die Autorin:

Sandra Bäumler erblickte 1971 das Licht der Welt. Schon als Kind dachte sie sich gerne Geschichten aus, die sie mit ihren Puppen nachspielte, doch erst im Erwachsenenalter hat sie damit begonnen, jene auch aufzuschreiben. Sie lebt mit ihrem Mann, zwei Söhnen, zwei Katzen sowie Fischen und Fröschen in einer kleinen beschaulichen Ortschaft in der Nähe von Nürnberg. Diese mittelalterliche Stadt hat sie zum Schreiben inspiriert.

Meine Meinung:

Mit Eisblaue Augen ist der Autorin ein interessantes Debüt gelungen, dass noch sehr viel Potential nach oben hat.

Die 18-jährige Alex findet in dem Nachlass ihrer Oma gut versteckte Seiten eines alten Tagebuches aus dem Jahre 1897. Geschrieben von einer gewissen Kate, die als Kinderfrau der Neffen eines angesehenen Reedereibesitzers in einem einsam gelegenen Ort in Cornwall lebt.
Diese Geschichten fazninieren Alex, so dass sie beschließt, selbst nach Manor Mason zu reisen, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen...

Der Beginn des Buches hat mir sehr gut gefallen, ich liebe solche Tagebuchaufzeichnungen, die einen in die Welt längst verstorbener Menschen entführen. Ich habe regelrecht gefiebert, wann Alex endlich weiterliest und was alles passieren wird. Dies versprach eine spannende Geschichte um mysteriöse Familiengeheimnisse und unheimliche Dinge zu werden.
Einzig die Schriftart der Tagebuchseiten hätte man meiner Meinung anders gestalten sollen, denn diese kursive recht schnörkelige Schreibschrift ist ziemlich anstrengend zu lesen.

Als Alex in Manson Manor eintrifft und kurz darauf den jungen Jay mit seinen eisblauen Augen kennenlernt, konzentriert sich die Geschichte erst einmal nur um die sich anbahnende Love Story der beiden, so dass die Spannung und das eigentliche Thema weit in die Ferne rückt. Eigentlich hatte Alex kurz vorher den besagten Geheimgang aus den Aufzeichnungen des Tagenbuches gefunden und dort eine Entdeckung gemacht, die sie doch sehr in Panik versetzt hatte. Leider wird daran nicht wirklich angeknüpft.

Viel mehr reisen die beiden zusammen nach Paris, um dort weitere Nachforschungen anzustellen.

Die Geschichte wird zwar wieder spannend, als Alex hinter Jays wahre Identität kommt, doch irgendwie läuft alles zu glatt.
Alex akzeptiert viel zu schnell... Sie fragt zu wenig nach.
Selbst als Jay einen Vorschlag zu ihrem Schutz macht, der ihr Leben für immer auf drastische Weise verändern wird, willigt sie ohne viel Aufsehen ein.
Alex kommt auch ein paar Mal in gefährliche Situationen, die zwar spannend, aber doch ausbaufähig gewesen wären, denn Jay ist sofort zur Stelle um sie zu retten...

Dass die beiden erst so spät darauf kommen, warum sie von ihren Verfolgern an jedem angeblich noch so sicheren Ort aufgespürt werden, machte mich wahnsinnig, denn es ist absolut offensichtlich, vor allem für Alex...

Trotz allem steckt in dem Buch viel Potential, die Idee der Geschichte ist absolut faszinierend. Gute 100 Seiten mehr hätten dem Roman sicherlich gutgetan, dann hätte die Autorin mehr ins Detail gehen können, denn so blieb die Story doch etwas oberflächlich und vorhersehbar.

Zu Lesen ist der Roman trotzdem absolut flüssig, der Schreibstil der Autorin ist angenehm, leicht verständlich und doch bildgewaltig. Gehalten wird das ganze aus der Sicht von Alex.

Da ich bereits einen späteren Roman der Autorin gelesen habe, der mich absolut überzeugen konnte, weiß ich, dass sie dieses Potential noch ausschöpfen wird!

Fazit:

Eisblaue Augen ist ein gelungener Auftakt einer Jugend- Fantasy-Serie mit einer absolut faszinierenden Idee. Trotz einiger Schwächen ist der Roman ein lesenswertes und unterhaltsames Debüt mit sehr viel Potential nach oben!
3 von 5 Sterne 



 




5 Kommentare:

  1. Cornelia Erlacher hat gesagt…:

    Huhu Liebes,
    dieses Buch muss ich mir mal genauer ansehen. Obwohl du sagst, dass noch Potenzial nach oben ist, hört sich die Story dahinter doch sehr interessant an. Und bei der Blogtour werde ich noch öfter vorbeischauen um noch mehr über die Autorin und ihre Bücher zu erfahren!
    VLG Conny

  1. Susanne Matiaschek hat gesagt…:

    Huhu Liebes,
    Ich kann mich dir nur anschließen.
    Ich hab es leider fast genauso gesehen.
    Liebe Grüße Susi Aly

  1. Huhu Liebes,
    mir ging es ähnlich, das Buch bekam von mir nur 4 Sterne. Konnte mich einfach nicht wirklich überzeugen.

    Liebe Grüße
    Line

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
  1. bambi-nini hat gesagt…:

    Hi,
    mich konnte das Buch auch nicht restlos überzeugen, allerdings habe ich mich mit der Fortsetzung dann genauso schwer getan.
    LG anja

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