. . . . . . . Neuzugänge. . . . . . . .

[Rezension] Die Quelle von Catherine Chanter

Montag, 27. April 2015
Titel: Die Quelle
Autorin: Catherine Chanter
Verlag: Fischer  - Februar 2015
ISBN: 978-3-651-02195-2 - HC mit Schutzumschlag - 16,99 €
ISBN: 978-3-10-403037-1 - ebook - 14,99 €
Seiten: 480

Kurzbeschreibung:

Neu anfangen, draußen auf dem Land. Doch ihr Traum wird zum Albtraum.
Der große internationale Bestseller, der mit seiner verstörenden Aktualität und atmosphärischen Kraft die Leser über alle Grenzen hinweg fesselt.

Was ist grausamer, die Natur oder die Menschen? Ruth wollte mit ihrer Familie neu anfangen, draußen im Haus an der Quelle. Doch als es im ganzen Land nicht mehr regnet, nur noch bei ihnen, wird das Paradies zum Albtraum, der das Leben eines Kindes kostet – und bald kann Ruth nicht einmal mehr sich selbst trauen.

In England regnet es nicht mehr, eine Dürre überzieht das ganze Land. Nur auf dreißig Morgen Land im Westen der Insel fällt noch Regen. Ruth und Mark, denen »die Quelle«, dieses noch fruchtbare Grundstück gehört, haben als Einzige Wasser und könnten sich glücklich schätzen. Doch das vermeintliche Paradies, in dem sie leben, wird zu ihrer ganz persönlichen Hölle.
Ein aufwühlender psychologischer Roman von zwingender Spannung: eine Frau, ein Mann und ihre Familie in einer Extremsituation, die uns jederzeit treffen könnte. Mitreißend erzählt von Catherine Chanter, der Neuentdeckung aus England.




Die Autorin:

Catherine Chanter ist im ländlichen Südwesten Englands aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in  Oxford, wo sie auch studierte. Neben ihrer Arbeit als Lehrerin und mit psychisch kranken Jugendlichen hat sie schon immer geschrieben, zum Beispiel für Radio 4, und Kurzgeschichten und
Lyrik veröffentlicht, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Ihr erster Roman ›Die Quelle‹ wurde mit dem Lucy Cavendish Fiction Prize prämiert und erscheint weltweit in über 20 Ländern.


Meine Meinung:

Die Quelle ist ein Buch, an das ich mit ziemlich hohen Erwartungen hinangegangen bin, die aber leider nicht erfüllt wurden. 
Durch dieses Buch habe ich mich fast eine Woche durchgequält, wer mich kennt, weiß, dass ich einen Pageturner in maximal 2 Tagen verschlinge...
Schade, denn die Idee der Geschichte war sehr vielversprechend.

Laut Klappentext und Video hatte ich eine spannende und aufwühlende Dystopie für Erwachsene oder doch wenigstens einen psychischen Thrill erwartet, doch vielmehr ist dies ein psychologisches Buch über die Selbstfindung einer Frau, die in ihrem Leben alles verloren hat, was ihr lieb und teuer war.

Das Buch beginnt "danach", als Ruth nach einem halben Jahr aus der Haft entlassen wird und mit elektronischer Fussfessel unter Hausarrest gestellt, zu ihrem Anwesen, der Quelle, zurückkehren darf. Überwacht wird sie dabei von 3 Soldaten, die sich überall im Haus und auf dem Anwesen aufhalten.
Soweit ist es ja auch noch spannend und der Leser wartet neugierig darauf, wann es denn endlich losgeht.

Stattdessen bekommt man eine ziemlich zähe, zwar an einigen Stellen emotionale Geschichte, die einem von Ruth als Rückblick häppchenweise vorgeworfen wird.
Dabei ist der Schreibstil der Autorin komplett in der Ich-Erzählweise von Ruth gehalten. Man bekommt meiner Meinung nach einfach zu wenig Hintergrundinformationen. Sie schreibt zwar sehr poetisch, aber dennoch ziemlich kompliziert und verwirrend, so dass ich einfach keinen roten Faden finden konnte, an dem ich mich festzuhalten konnte.

Zwischendurch kommt wohl immer wieder Spannung auf, die sich aber schnell wieder in Langatmigkeit wandelt, da die Geschichte genau an diesen Stellen, wenn man denkt, die Autorin könnte das Ruder doch noch herumreißen, wieder in Ruths langatmige Gegenwart switcht.
Im Laufe des Buches wird zwar nach und nach zwar einiges aufgeklärt, doch so richtig packen konnte mich die Quelle nicht, das Ende war dann doch ziemlich vorhersehbar.

Zumal man leider nicht viel über die Ausmaße der Dürre im ganzen Land erfährt, sondern sich das Buch ausschließlich auf die Quelle und deren Bewohner konzentriert.

Die Quelle lässt sich auch nur schwer in ein bestimmtes Genre packen, daher kann ich nicht sagen, für welche Leser es empfehlenswert sein könnte.


Fazit:

Die Quelle ist gegen meine Erwartungen keine Dystopie für Erwachsene, sondern ein psychologisches Buch über die Einsamkeit und die Selbstfindung einer Frau, die alles verloren hat, was ihr in ihrem Leben je etwas bedeutete. Zwar teilweise spannend aber größtenteils relativ zäh und langatmig.
Leider konnte es meine hohen Erwartungen nicht erfüllen. Obwohl ich versucht habe, mich auf das Buch und den teilweise verwirrenden Schreibstil einzulassen, konnte es mich dennoch nicht überzeugen.
2 von 5 Sternen











4 Kommentare:

  1. Guten Morgen Dani,

    oha, das klingt ernüchternd. Wenn ich die Worte "zäh und langatmig" lese, muss ich das Buch wohl ganz schnell wieder von meiner WuLi entfernen :D

    LG!
    Jacqueline

  1. Nicole Wagner hat gesagt…:

    Hallo Dani,

    ui, da bin ich gespannt. Ursprünglich hatte ich auch mit einer Dystopie gerechnet. Aber wenn man weiß, worauf man sich einlässt, gefällt's mir vielleicht doch. Jedenfalls bin ich jetzt mal gewarnt.

    Liebe Grüße,
    Nicole

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    Nicole, das stimmt. Ich bin wohl mit zu hohen Erwartungen ran...
    Ich bin gespannt, ob es dir gefällt!

    Liebe Grüße, Dani

  1. Huhu Liebes,
    ich muss ehrlich sein, auch ich dachte es handelte sich um eine Dystopie. Schnell wurde ich eines besseren belehrt. Ich habe das Buch dann weggelegt und bin dann mit einer anderen Einstellung wieder an das Buch heran gegangen. Letztendlich konnte es mich aber doch noch überzeugen.

    Liebe Grüße
    Line

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