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[Rezension] Apfelrosenzeit von Anneke Mohn

Montag, 26. Januar 2015
Titel: Apfelrosenzeit
AutorIn: Anneke Mohn
Verlag: Rowohlt - Januar 2015
ISBN: 978-3-499-26894-6 - TB - € 9,99
ISBN: 978-3-644-52991-5- ebook - € 9,99
Seiten: 320
Genre: Frauenroman

Kurzbeschreibung:

Vier Freundinnen. Ein Haus. Und ein Wochenende, das alles verändert.
Das Haus mit den Apfelrosenhecken steckt voller Erinnerungen: Hier haben Sanne, Fritzi, Mona und Kirsten zu Studienzeiten in einer WG gelebt. 15 Jahre später treffen sich die Freundinnen wieder vor dem Haus an der Kieler Förde. Um es zu entrümpeln - denn es steht leer, seit Isa, die fünfte im Bunde, bei einem Autounfall starb. Sofort ist die alte Vertrautheit wieder da: Tagsüber wird ausgeräumt, abends bei Rotwein über das Leben geredet. Doch jede der Frauen hat Geheimnisse, die sie lieber nicht erzählt. Als an einem kalten Dezembertag die Heizung ausfällt und sich die Freundinnen um den warmen Ofen versammeln, kommt es zum Eklat. Und nichts ist mehr, wie es einmal war.






Die Autorin:

Anneke Mohn ist in Niedersachsen aufgewachsen. Sie war im Lektorat verschiedener Buchverlage tätig und arbeitet heute als Übersetzerin und Autorin in Hamburg, wo sie mit ihrer Familie lebt. 2013 erschien ihr Debütroman «Kirschsommer».

Meine Meinung:

Apfelrosenzeit ist ein wunderbarer, gefühlvoller Roman, der die Geschichte der 4 Freundinnen Sanne, Kirsten, Fritzi und Mona erzählt.
In ihrer Studienzeit lebten sie gemeinsam mit der 5. im Bunde - Isa - in deren Haus als fröhliche Frauen WG. Jetzt kehren sie mit gemischten Gefühlen in dieses Haus zurück, um es zu entrümpeln, denn Isa kam bei einem Autounfall ums Leben und deren Mutter würde das Haus gerne verkaufen.
Die vier Frauen haben sich viel zu erzählen, denn die meisten haben sich lange nicht gesehen, und so sitzen sie Abends gemütlich bei einem oder zwei Gläschen Wein zusammen, lassen sich von Sanne bekochen und schwelgen in Erinnerungen.

Die Frauen könnten unterschiedlicher gar nicht sein:
Sanne ist eine leidenschaftliche Köchin, die ihr Leben als Hausfrau ganz nach den Wünschen ihres erfolgreichen Mannes Robert und ihren zwei fast schon erwachsenen Kindern ausrichtet. Doch ist sie damit wirklich glücklich?

Mona leitet eine Kochshow im Fernsehen und achtet stets auf ein perfektes Äußeres. Ihre Lippenstifte hat sie alle in mehrfacher Ausführung: Einen für Zuhause, einen im Auto und einen in der Handtasche. Als Dauergeliebte eines noch verheirateten Mannes scheint sie ihr Leben in vollen Zügen zu genießen.

Kirsten ist Lehrerin, glücklich verheiratet und führt ein absolut durchorganisiertes aber stressiges Leben, in dem für Spaß nicht viel Zeit bleibt. Noch dazu übernimmt sie die Vertretung des Direktors der Schule, was noch mehr Stress bedeutet. Ihr größter Wunsch, ein Kind blieb ihr aber bisher verwehrt.

Frederike, kurz Fritzi ist eine quirlige, alleinerziehende Mutter eines 4 jährigen Mädchens. Sie will nach Patrick keinen Mann mehr, so kann sie sich besser auf ihre Arbeit und ihre Tochter konzentrieren. Die perfekte Single Frau?

Da sie alle in verschiedenen Richtungen leben, bleiben ihnen einzig ein paar Wochenenden, um Isas Habseligkeiten zu sortieren. An diesen treffen sie sich in dem alten Backsteinbau mit der Apfelrosenhecke, doch der Plan ist leichter gesagt als getan, hängen doch zu viele Erinnerungen  daran. So verbringen die 4 die meiste Zeit mit plaudern, bis ein Geheimnis ans Tageslicht kommt, dass die Freundschaft auf eine harte Probe stellt.

Die 4 Frauen waren mir sofort sympathisch, jede auf ihre eigene Art. Ein Stück von allen steckt auch in mir. Ich habe mitgefühlt,  mitgelitten und mitgelacht, habe den Geschichten gelauscht und hätte der einen oder anderen ab und zu am liebsten einen Tritt verpasst, wenn ich nicht unbedingt der gleichen Meinung war.


Das Leben schreibt doch die besten Geschichten

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und emotionsgeladen. Die Freundinnen sind so schön beschrieben, am Ende hat man fast das Gefühl, sie alle persönlich zu kennen.

Humorvoll romantisch und doch tiefsinnig lässt uns die Autorin abtauchen. Die Geschichte der vier Freundinnen rüht an unser Herz ohne dabei kitschig zu wirken. Ein Roman wie aus dem Leben gegriffen.
 Ein Roman um Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Verzeihen. Um Stärken und Schwächen, um Selbstvertrauen und Selbstverwirklichung. Und das alles mit ganz viel Wärme und Gefühl.


Menschen weinen nicht, weil sie schwach sind, sondern weil sie so lange so stark waren

Dies war bestimmt  nicht der letzte Roman den ich von dieser tollen Autorin lese!


Fazit:

Apfelrosenzeit ist ein wunderschöner und zugleich tiefsinniger Roman um vier Freundinnen, deren Geschichten und Geheimnisse. Eine Geschichte, die unser Herz wärmt. Einfach zurücklehnen und genießen.
Absolute Leseempfehlung
5 von 5 Sternen








2 Kommentare:

  1. Emmi Porter hat gesagt…:

    Hey,
    das Buch kannte ich noch nicht. Ich freue mich, es bei dir gefunden zu haben. Der Klappentext hat mich direkt berührt und deine Rezi ist schön. Ich werde es lesen. :)
    Viele Grüße, Emmi

  1. Buch Bria hat gesagt…:

    Hallo,

    das klingt toll und ich möchte das Buch auch unbedingt noch lesen :) Deine Rezension macht richtig Lust auf´s Buch und mit deiner Begeisterung hast du mich jetzt angesteckt.

    Liebe Grüße
    Diana

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