. . . . . . . Neuzugänge. . . . . . . .

[Rezension] Wer Finsternis sät von Leonie Lastella

Freitag, 14. November 2014



Titel: Wer Finsternis sät
AutorIn: Leonie Lastella
Verlag: bookshouse - November 2014
ISBN: 9789963526383 - TB - € 12,99
           9789963526406 - ebook - € 4,99
Seiten: 276
Genre: Thriller


Dein Leben ist eine Lüge.
Deine Mutter war nie tot.
Bis heute. 
 

Kurzbeschreibung:

Jos Welt gerät ins Schwanken, als die Polizei in seinem Elternhaus auftaucht. Seine seit Langem tot geglaubte Mutter wurde auf bestialische Weise ermordet.
Und sie ist nicht das einzige Opfer. Jos Leben zerbricht, denn plötzlich steht er im Fokus des Killers, der jeden mit in die Finsternis zieht, der Jo etwas bedeutet.
Der neue Gänsehautthriller der Zweitplatzierten des NordWordAwards 2013





Die Autorin:

Leonie Lastella wurde 1981 in Lübeck geboren und wuchs in Haselau, nordwestlich von Hamburg, auf, wo sie noch heute, zusammen mit ihren drei Söhnen, im Haus ihrer Kindheit lebt.
Nach ihrem gymnasialen Abschluss studierte sie einige Semester Erziehungswissenschaften und Biologie an der Universität Hamburg. Auslandsaufenthalte in den USA und Italien beeinflussten ihre Arbeit als Autorin ebenso wie ihre Tätigkeit in verschiedenen sozialen Einrichtungen.
Seit 2006 widmet sie sich neben ihrer Arbeit und den Kindern dem Schreiben. Ihr erstes Buch Stille Seele erschien im Juni 2011 in der Edition Doppelpunkt und der Thriller Allein im Oktober 2012 über Create Space.
Für mich sind Bücher ein Tor in eine andere Welt und es freut mich, wenn ich mit meinen Welten andere Menschen berühren kann. 


Meine Meinung:

Stell dir vor: Mehr als 12 Jahre warst du in dem Glauben, deine Mutter sei bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.
Doch eines Tages kommen Polizisten in dein Elternhaus, um dir zu sagen, dass sie die ganze Zeit gelebt hat.
Bis gestern. Bis ihre schrecklich zugerichtete Leiche gefunden wurde.
Deine Welt bricht zusammen. Dein Vater hatte es die ganze Zeit gewusst. Wie konnte er dir so etwas antun?
Genau das passiert dem 17-jährigen Jo Halken. Und es kommt noch schlimmer: Er gerät in den Fokus der ermittelnden Beamten. Sie sind fest davon überzeugt, er habe seine Mutter aus Rache getötet, zumal ausgerechnet seine DNA auf der Leiche gefunden wird.
Jo weiß keinen Ausweg mehr als die Flucht. Nach Hause zu seinem Vater will er nicht, denn er kann ihm nicht verzeihen. Nur seine Freundin Emma hält zu ihm. Er weiss nicht, dass ihm der Mörder längst näher ist als er denkt...
Einzig der junge aufstrebende Kriminalkommisar- Anwärter Hannes Cort , der vom LKA wegen seines hellen Köpfchens ins Boot der Soko Seevetal geholt wird, glaubt an die Unschud des Jungen.

Der Schreibstil der Autorin ist absolut fesselnd.  Die Geschichte wird in der Erzählform geschrieben, wechselt immer wieder in die Sichtweise des kranken Mörders.
Der Leser wird lange im Dunkeln über seine wahre Identität gelassen. Umso mehr habe ich gegrübelt, bis sich irgendwann eine Vermutung in meinem Kopf festgesetzt hatte. Dies tut der Spannung aber keinesfalls einen Abbruch. Ein Thriller so wie es sich gehört, mit einem grandiosen Showdown, bei dem sich die Nackenhaare aufstellen. Ein Showdown bei dem man plötzlich sein Buch anschreit: Nein! Tu das nicht!!
Die Protagonisten sind glaubwürdig und sympathisch durchdacht, bis auf dem Mörder natürlich.
Kriminalhauptkommissar Robert Obergar, der das Potenzial des jungen Hannes erkennt, und ihm eine Chance gibt. Hannes, der zwar noch etwas unsicher ist, sich aber immer auf sein Bauchgefühl verlassen kann.
Die Autorin hat viel Recherche in das Profiling und die Ermittlungsarbeit gesteckt und schafft es damit ihre Leser erst Mal ziemlich auf den Holzweg zu führen.
Zwar nicht immer hundert prozent realitätsnah, dafür aber spannend bis zur letzten Seite.
Einzig hätte ich mir gewünscht, einen noch tieferen Eindruck in die Vergangenheit des Mörders zu bekommen, wahrscheinlich, um noch besser verstehen zu können, warum er zu dem wurde was er ist. Aber muss man das wirklich?
Dann wäre da noch die Sache mit dem in die Haut der Opfer geritzten Symbol, auf das leider gar nicht mehr eingegangen wird, obwohl es doch zu Beginn der Geschichte eine so große Rolle spielt, das ich es sogar versucht hatte aufzuzeichnen. Aber dies sind nur minimale Kritiken, die den Thriller eben meiner Meinung nach den allerletzten Feinschliff gegeben hätten, dem Lesespaß und der Spannung aber keinen Abbruch getan haben.

Fazit: 

Wer Finsternis sät ist ein Thriller, der alles bereithält, was einen guten Thriller ausmacht: Eine ausgeklügelte Story, Spannung bis zur letzten Seite und einen absolut fantastischen Showdown.
5 von 5 Sterne














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