. . . . . . . Neuzugänge. . . . . . . .

[Rezension] Passagier 23 von Sebastian Fitzek

Dienstag, 25. November 2014
Titel: Passagier 23
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer Knaur - Oktober 2014
ISBN: 978-3-426-19919-0 - Hardcover € 19,99 - ebook €14,99
Seiten: 423
Genre: Psychothriller


Willkommen an Bord




mit freundlicher Genehmigung des Droemer Knaur Verlages

Kurzbeschreibung:

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...
Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.
Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm …



Der Autor:

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin.


Meine Meinung:

Mit seinem neuen Buch - Passagier 23 schafft es Sebastian Fitzek wieder einmal, mich aus den Socken zu hauen.
Alles, das Gute wie das Böse, findet seinen Ursprung in der Familie...
Sagt er doch selbst, er schreibt eigentlich keine Psychothriller sondern Familiengeschichten... Und was für welche!

In den letzten 14 Jahren sind weltweit auf Kreuzfahtschiffen und Fähren mindestens 200 Passagiere und Crewmitglieder über Bord gegangen (Der Tagesspiegel, 23.08. 2013).
So auch Nadja und Timmy, die Familie des verdeckten Ermittlers Martin Schwartz, die vor 5 Jahren auf einer Transatlantikpassage spurlos verschwanden. Selbstmord. Sie kletterten in der Nacht über die Brüstung ihrer Balkonkabine und sprangen 50 Meter in die Tiefe. Als ihn die Hiobsbotschaft erreichte, sind die beiden schon 40 Tage verschwunden, während er in einem Gefängnis als Insasse eingeschleußt war. Seit dem ist Schwartz ein gebrochener Mann, dem kein Risiko zu hoch, kein Einsatz zu gefährlich ist.
Bis er eines Tages einen Anruf einer verschrobenen alten Dame bekommt, er müsse dringend an Bord der Sultan of the Seas kommen. Die 78-jährige Gerlinde Dobkowitz wird auf verschiedenen Kreuzfahrforen als lebende Legende gehandelt. Von ihrer Rente hat sie sich auf der Sultan of the Seas eine der wenigen Dauerkabinen auf Lebenszeit geleistet. Seit nunmehr 8 Jahren hat sie das Schiff kaum verlassen und schreibt an einem Krimi über verschwundene Passagiere.
Eigentlich hatte sich Martin geschworen, nie wieder einen Fuß auf dieses oder irgendein Kreuzfahrtschiff zu setzen, doch als er erfährt, dass ein ebenfalls verschwundenes Mädchen plötzlich wieder aufgetaucht ist, wir er hellhörig. Denn das Mädchen hatte einen Teddy im Arm. Den seines Sohnes...

Passagier 23 ist von der ersten Seite an so spannend, dass man das Buch nicht mehr weglegen kann. Fitzek versteht es wie kein zweiter ein Kapitel so enden zu lassen, dass man gar nicht anders kann als immer weiter zu lesen.
Wenn man sich nur vorstellt, dass so ein Riesen Schiff einen Bremsweg von mehreren Kilometern hat und Stunden zum Wenden braucht... Ganz schön gruselig. Da hat derjenige, der über Bord geht kaum eine Chance im eisigen Wasser, sollte er heil an der Schiffsschraube vorbeikommen. Zudem wird das Fehlen meist erst mehrere Stunden später bemerkt. Dann ist schon fast unmöglich, herauszufinden, ob sich die Person überhaupt noch auf dem Schiff mit mehr als 2000 Passagieren befindet.
Der perfekte Plan für einen Selbstmord?

Die Schreibweise ist wie immer genial fesselnd. Wo Fitzek draufsteht ist auch Fitzek drin... 
Ein Psychothriller muss nicht immer bis ins kleinste Detail blutig und gewalttätig sein um zu fesseln. Das ist der Unterschied, der dieses Buch so genial macht. Vielmehr ist hier Raum für das persönliche Kopfkino und die eigenen Wahrnehmungen des Lesers. Und die gehen unter die Haut. Willkommen in einem Alptraum...
Die Protagonisten sind bildlich beschreiben, man lernt sie im Laufe der Fahrt sehr gut kennen, und doch sind sie schwer durchschaubar, so dass man nie genau sagen kann, wer ist Täter und wer ist Opfer.  
Dann scheint  irgendwann alles aufgeklärt. 
Schlussfolgernd  logisch... Denkt man...

Sehr gut gefallen mir auch immer wieder die Danksagungen des Herrn Fitzek, sie sind es wirklich absolut wert, gelesen zu werden. 
Damit hat man das geniale Buch dann eigentlich beendet... Denkt man...

Fazit:

Passagier 23 zählt zu einem meiner Lesehighlights des Jahres! Fitzek versteht es wie kein anderer, die Spannung so aufzubauen, dass man das Buch unmöglich weglegen kann. Wenn man denkt, alles sei nun aufgeklärt, legt Fitzek noch mal einen drauf... und noch einen...
Einfach ein absoluter Lese - Genuss
Begeisterte 5 von 5 Sternen






5 Kommentare:

  1. Gisela Simak hat gesagt…:

    Klasse Rezi Leseschwester. Ich bin sooo gespannt was am Ende rauskommt.

    LG

  1. Wow, tolle Rezi :-) Da bekommt man wirklich Lust das Buch zu lesen!

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    Danke ihr lieben!
    Fitzek ist einfach klasse :-)

  1. HibiscusFlower hat gesagt…:

    Ich bin ja nur ab und an im Thriller-Bereich unterwegs.
    Doch wenn ich dann mal dabei bin, darf es immer wieder
    gern ein Fitzek sein.^^
    Und auch hier teile ich deine Begeisterung. ;-)

  1. Evy hat gesagt…:

    Das klingt sehr spannend!

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