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[Rezension] Den Tod im Blick - Numbers 1 von Rachel Ward

Montag, 3. November 2014
Titel: Numbers - Den Tod im Blick
AutorIn: Rachel Ward
Verlag: Piper - Dezember 2012
ISBN: 978-3-492-30219-7 - TB - €8,99
Seiten: 368
Genre: Jugendthriller


>hier geht´s direkt zum Buch:<

...Stell Dir vor, du siehst das Todesdatum der Menschen in deren Augen...

Kurzbeschreibung:

Seit dem Tod ihrer Mutter weiß Jem, dass sie die furchtbare Gabe besitzt, den Todestag ihres Gegenübers in dessen Augen zu sehen. Deshalb meidet sie Menschen, ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt und mit ihm das Leben. Zum ersten Mal ist Jem glücklich. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es: Um sie herum haben alle dieselbe Zahl - das heutige Datum. Jem ist sich sicher, dass etwas Furchtbares passieren wird. Jetzt. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Sie werden zu gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Die prekäre Ausnahmesituation schweißt die beiden immer mehr zusammen, bis sie sich schließlich Hals über Kopf verlieben - ein Umstand, der Jem zum Verzweifeln bringt. Denn sie kennt auch den Todestag von Spinne und weiß: Er hat nur noch eine Woche zu leben...





Die Autorin:

Rachel Ward, 1964 geboren, wuchs in der Grafschaft Surrey südlich von London auf und studierte Geografie in Durham. Erst mit 40 Jahren widmete sie sich dem Schreiben und landete auf Anhieb mit ihrem Debüt »Numbers« auf zahlreichen Nominierungslisten englischer Jugendbuchpreise. Rachel Ward lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bath, England.

Meine Meinung:

Mit dem ersten Teil der Numbers Trilogie hat die Autorin Rachel Ward einen ungewöhnlichen aber faszinierenden Roman geschaffen.
Eine Geschichte über zwei Jugendliche weitab aller Perfektion. Sie sind keine Superhelden, keine Schönheiten, keine Ideale. Sie sind einfach sie selbst, mit all ihren Problemen und Macken.
Eine Geschichte über Vertrauen, Freundschaft, Liebe und Tod.  Eine Geschichte, teilweise witzig, beklemmend und traurig. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

Der Schreibstil der Autorin ist ungewöhnlich. Sie schreibt in der Umganssprache der Jugenlichen, womit ich Anfangs meine Probleme hatte, aber mit jeder Seite habe ich gemerkt, dass es einfach viel besser zu Jem und Spinne passt wie die förmliche Schreibart. Sie schreibt aus der Sicht von Jem. Es ist, als ob sie in einem Stuhl gegebüber Platz genommen hätte um uns Ihre Geschichte zu erzählen. Der Leser wird immer wieder direkt mit Phrasen wie "weißt Du" oder "Kannst Du Dir vorstellen" direkt angesprochen, was mich persönlich dazu gebracht hat, mich zurückzulehnen und einfach "zuzuhören".

Die 15-jährige Jemma, genannt Jem wurde nach dem frühen Tod ihrer Mutter von einer Pflegefamilie zur nächsten geschoben. Sie kennt das Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Freundschaft nicht. Schon im Kinderwagen sah sie Zahlen, was es damit auf sich hatte, begriff sie erst, als ihre Mutter sich mit einer Überdosis das Leben genommen hatte. Genau an dem Datum, dessen Zahl sie schon als dreijährige vor sich hinbrabbelte.
Sie zieht sich zurück, meidet andere Menschen und den Blick in deren Augen. Redet mit niemandem darüber. Versteckt sich unter der Kapuze ihres Pullovers.
Eines Tages lernt sie Terry Dawson, von allen nur Spinne genannt kennen. Spinne ist riesig , schlaksig, ruhelos unf großmäulig. Er ist schwarz und er riecht ziemlich unangenehm. Er verdient sich nebenher Taschengeld, indem er Drogenbote spielt. In der Schule ist er ständig in irgendwelche Schlägereien verwickelt. Auch er ist ein Waisenkind, und wächst bei seiner kettenrauchenden Oma Val auf.
Jem will ihn nicht an sich heranlassen, versucht ihn immer wieder wegzuschicken. Spinne will davon nichts wissen, rückt ihr ständig auf die Pelle. Aber er ist auch der einzige, der sie zu verstehen scheint und dem sie sich anvertraut, obwohl sie sich nicht darauf einlassen will, weiß sie doch, dass er in ein paar Wochen sowieso tot sein wird.
Als sie an einem Tag einen Ausflug zum Londoner Riesenrad, dem London Eye machen, sieht Jem bei den Menschen in der Warteschlange überall die gleiche Zahl. Die von heute.
Sie weiß, dass etwas schreckliches passieren wird und überredet Spinne abzuhauen. Kurz darauf fliegt das Riesenrad in die Luft und die Menschen erinnern sich an zwei Jugendliche, die kurz davor fluchtartig das Gelände verließen. Ab diesem Zeitpunkt werden die zwei zu gesuchten Terroristen. Ihnen bleibt nur die Flucht. Jem und Spinne kommen sich einander näher. Wäre da doch nur nicht diese Zahl, Spinnes Todestag.

Fazit:

Numbers hat mich von der ersten Seite an gefesselt und überrascht. Ein ungewöhnliches Buch, dass mir zum Schluß sogar ein paar Tränchen entlockte. Die letzte Seite bescherte mir eine regelrechte Gänsehaut. Witzig, traurig und beklemmend, ein Roman über Freundschaft, Vertrauen, Liebe und Tod. Nicht nur für Jugenliche!
5 von 5 Sternen



9 Kommentare:

  1. Buchstabenleser hat gesagt…:

    Meine Rezi dazu war leider das Gegenteil. Aber schön, dass du so begeistert bist. An den Schreibstil musste ich mich auch erst gewöhne und fand ihn am Anfang störend, aber das legte sich mit der Zeit.

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden :)
    Ich hatte schon öfters Bücher, die meiner Meinung nach dem allgemeinen Hype nicht entsprachen und auch umgekehrt...
    Der Schreibstil ist Anfangs gewöhnungsbedürftig. Normalerweise mag ich so eine "Gossensprache" überhaupt nicht, aber zu diesem Roman hat es einfach gepasst ;)
    Grüße vom Lesemonsterchen :)

  1. *Manja* hat gesagt…:

    Klasse geschrieben, Dani.
    glG

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    Vielen Dank liebe Manja :-)

  1. Sandra hat gesagt…:

    Ich stimme deiner Rezension vollkommen zu! Das Ende war total packend, und Teil 2 ist übrigens genauso spannend :) Ich finde, die Schreibweise passt genau dazu. Jem erzählt, und so redet sie eben.

    Liebe Grüße,
    Sandra

  1. Dani Schwarz hat gesagt…:

    Hallo liebe Sandra,
    Das freut mich!
    Teil 2 und 3 liegen hier auf meinem SUB, ich hoffe, ich komme bald dazu sie endlich zu lesen... *Zeit, ich brauche mehr Zeit!* :P
    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen

  1. Evy hat gesagt…:

    Es gibt ne Neuauflage? Das ist ja cool! Ich fand das andere cover besser :-( Hier is tmiene Rezi: http://evyswunderkiste.blogspot.de/2012/08/numbers-den-tod-im-blick.html

  1. Hallo Süße :-)

    Dieses Buch kannte ich ja noch gar nicht *staun*
    Ich dachte mir ich stöbere ein wenig hier auf deinen Blog und da entdecke ich diesen Schatz hier :-) Das wandert sofort auf meine WuLi :-)

    Liebe Grüße
    Line

  1. Nicole Wagner hat gesagt…:

    Hört sich sehr interessant an, das schaue ich mir näher an.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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